Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Frankenberg hat in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung genommen, an der die GRÜNEN maßgeblich mitgewirkt haben. Die Umsetzung des Fahrradwegekonzeptes und die Errichtung mehrerer Brücken, für die die Stadt inzwischen mehrfach ausgezeichnet wurde, sowie zahlreiche weitere Projekte ( u.a. Umgestaltung der Ederaue, Renaturierung der Nemphe mit dazugehöriger Umgestaltung der Parkplätze am Landratsamt) tragen eine grüne Handschrift. Sie stellen Beispiele dar, wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit der Schaffung von Lebensqualität einhergehen können. Zudem werden mit solchen Bauprojekten wirtschaftliche Impulse gesetzt. Diese Entwicklung unserer Stadt möchten wir auch in der kommenden Legislaturperiode weiter vorantreiben und Impulse setzen, damit Frankenberg noch attraktiver, lebenswerter und zukunftsfähig wird.
Wir stehen in den kommenden 5 Jahren vor großen finanziellen Herausforderungen. Leider haben wir es nicht selbst in der Hand, die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen zu ändern. Es bleibt nur, an Bund und Länder zu appellieren, hier endlich tätig zu werden und die Finanzierung der Kommunen zu reformieren. Wenn Kommunen ihre Aufgaben nicht mehr finanzieren können, hat das Folgen: Vereine können weniger unterstützt werden, die Schlaglöcher werden größer, die Infrastruktur wird vernachlässigt und Klimaschutz bleibt auf der Strecke. Viele Menschen verlieren dann das Vertrauen in den Staat. Misstrauen aber begünstigt Extremismus und gefährdet unsere Demokratie.
Wir möchten Ihnen hier unsere Ideen für eine grüne Zukunft in Frankenberg vorstellen und würden uns freuen, wenn Sie uns unterstützen und uns am 15. März ihre Stimme geben.
Die Klimakrise wartet nicht. Und wir auch nicht. Klimaschutz bleibt unser Kernthema – denn die nächsten Jahre entscheiden, ob wir die Lebensgrundlagen für uns und kommende Generationen sichern. Frankenberg hat das Potenzial, Vorreiter zu werden: als klimaneutrale Kommune, die Energie intelligent nutzt, Natur schützt und Artenvielfalt stärkt. Doch dafür braucht es mehr Mut und mehr konkrete Taten.
Jedes Dach, das Strom liefern könnte, aber ungenutzt bleibt, ist eine vertane Chance. Wir fordern:
Bäche, Wiesen, Wälder – die Natur stellt Lebensraum und Klimaspeicher dar. Darum möchten wir Maßnahmen ergreifen, um die Natur in Frankenberg noch besser zu schützen.
Eine Naturschutzförderrichtlinie nach dem Vorbild an- derer Städte: Initiativen, die sich für Artenvielfalt ein- setzen, sollen finanzielle und ideelle Unterstützung erhalten.
Mehr Wildnis wagen: In Parks, an Straßenrändern und auf Brachflächen soll jeder Quadratmeter für Bienen, Vögel und ein naturnahes Frankenberg genutzt werden.
Nachhaltige Bewirtschaftung des Stadtwaldes: Der Wald wird als Klimaschützer Nr. 1 betrachtet. Deshalb setzen wir auf Aufforstung mit vorzugsweise heimi- schen Arten für einen klimastabilen Wald.
Lichtverschmutzung reduzieren – insbesondere am Parkdeck des Kreiskrankenhauses, wo künstliches Licht nachts Tiere stört und Energie verschwendet.
Unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen: Leerstände in der Innenstadt, marode Infrastruktur und eine Verkehrswende, die noch nicht überall angekommen ist. Gleichzeitig bieten wir einzigartige Chancen – als lebendiger Ort mit historischer Altstadt, grüner Umgebung und engagierten Menschen. Wir setzen uns für eine Stadtentwicklung ein, die ökologisch, sozial und wirtschaftlich zukunftsfähig ist. Mit klugen Investitionen machen wir Frankenberg zu einem Ort, an dem alle gerne leben, arbeiten und ankommen.
Der Verkehr in Frankenberg muss endlich im 21. Jahrhundert ankommen. Unser Plan:
Frankenberg hat viel zu bieten. Wir werben aktiv für unsere Schätze – mit einem Fußgängerleitsystem für Touristen und einer Marketingstrategie, die auch die Ortsteile einbezieht. Hierfür sollten wir die Fördermöglichkeiten der Region Burg- wald-Ederbergland nutzen, die bereits unseren Stadtwander- weg entwickelt haben.
Frankenberg soll ein Ort sein, an dem alle Menschen – egal ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderung, ob neu zugewandert oder seit Generationen hier verwurzelt – ein gutes Leben führen können. Sozialer Zusammenhalt ist das Fundament unserer Stadt. Doch viele Menschen spüren: Die Lebenshaltungskosten steigen, bezahlbarer Wohnraum wird knapp, und Familien kämpfen mit der Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit.
Der demografische Wandel wird immer deutlicher spürbar. Die sogenannten „Babyboomer“ gehen sukzessive in den Ruhe- stand. Wir Grüne sehen darin ein großes Potenzial für bürgerschaftliches Engagement und wollen für diese neuen und auch die „alten“ Seniorinnen und Senioren Möglichkeiten und Unterstützung bieten, wenn sie sich engagieren wollen, und dafür die notwendigen Strukturen schaffen. Auch im Alter sollen die Menschen in unserer Stadt selbstbestimmt leben und am ge- sellschaftlichen Leben teilhaben können. Voraussetzung für den Erhalt der sozialen Teilhabe ist eine umfassende Gesund- heitsförderung und Prävention.
Das Leben im hohen Alter ist zunehmend von Einschränkungen bedroht. Die dann erforderlichen Unterstützungsleistun- gen sollten soweit als möglich ambulant erfolgen. Senioren- beratung ist eine kommunale Pflichtaufgabe und sollte als erste, niedrigschwellige Anlaufstelle bei Unterstützungsbedarf etwa im Pflegefall, aber auch bei psychischen Erkrankungen erweitert werden. Auch sollten Vorkehrungen im Hinblick auf die absehbaren Engpässe bei Pflegekräften getroffen werden.
Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen steht unter Druck. Wir begrüßen die geplante Fusion der Krankenhäuser Frankenberg und Korbach, da sie die medizinische Versorgung an beiden Standorten langfristig sichert. Wir brauchen eine gute Versorgung mit Haus- und Fachärzten und sollten hier eng mit dem Landkreis zusammenarbeiten. Gleichzeitig wollen wir prüfen ob das Konzept der Gemeindepfleger auch in Frankenberg gelingen kann.
Wir wollen mit der Integrationskommission neue Ideen für ein vielfältiges Zusammenleben entwickeln. Integration ist eine der zentralen Herausforderungen für unsere Gesellschaft ins- gesamt. Viele Menschen machen sich Sorgen wie Zuwande- rung und Integration funktionieren können. Wir Grünen stehen dabei für eine offene und liberale Gesellschaft, die den Kern unserer Demokratie bildet. Das fordert von uns Verantwortung und Offenheit und von den Zugewanderten die Identifikation mit unseren Werten und Gesetzen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass für eine erfolgreiche Integration intensiv Konzepte entwickelt und umgesetzt werden.