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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Frankenberg

Unsere Ziele für Frankenberg

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Frankenberg hat in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung genommen, an der die GRÜNEN maßgeblich mitgewirkt haben. Die Umsetzung des Fahrradwegekonzeptes und die Errichtung mehrerer Brücken, für die die Stadt inzwischen mehrfach ausgezeichnet wurde, sowie zahlreiche weitere Projekte ( u.a. Umgestaltung der Ederaue,  Renaturierung der Nemphe mit dazugehöriger Umgestaltung der Parkplätze am Landratsamt) tragen  eine grüne Handschrift. Sie stellen Beispiele dar, wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit der Schaffung von Lebensqualität einhergehen können. Zudem werden mit solchen Bauprojekten wirtschaftliche Impulse gesetzt. Diese Entwicklung unserer Stadt möchten wir auch in der kommenden Legislaturperiode weiter vorantreiben und Impulse setzen, damit Frankenberg  noch attraktiver, lebenswerter und zukunftsfähig wird.

 

Wir stehen in den kommenden 5 Jahren vor großen finanziellen Herausforderungen. Leider haben wir es nicht selbst in der Hand, die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen zu ändern. Es bleibt nur, an Bund und Länder zu appellieren, hier endlich tätig zu werden und die Finanzierung der Kommunen zu reformieren. Wenn Kommunen ihre Aufgaben nicht mehr finanzieren können, hat das Folgen: Vereine können weniger unterstützt werden, die Schlaglöcher werden größer, die Infrastruktur wird vernachlässigt und Klimaschutz bleibt auf der Strecke. Viele Menschen verlieren dann das Vertrauen in den Staat. Misstrauen aber begünstigt Extremismus und gefährdet unsere Demokratie.

Wir möchten Ihnen hier unsere Ideen für eine grüne Zukunft in Frankenberg vorstellen und würden uns freuen, wenn Sie uns unterstützen und uns am 15. März ihre Stimme geben.

Klima. Natur. Umwelt. Frankenbergs grüner Weg in die Zukunft

Die Klimakrise wartet nicht. Und wir auch nicht. Klimaschutz bleibt unser Kernthema – denn die nächsten Jahre entscheiden, ob wir die Lebensgrundlagen für uns und kommende Generationen sichern. Frankenberg hat das Potenzial, Vorreiter zu werden: als klimaneutrale Kommune, die Energie intelligent nutzt, Natur schützt und Artenvielfalt stärkt. Doch dafür braucht es mehr Mut und mehr konkrete Taten.

Klimaneutrale Energie: Frankenbergs Dächer und Flächen nutzen

Klimaneutrale Energie: Frankenbergs Dächer und Flächen nutzen

Jedes Dach, das Strom liefern könnte, aber ungenutzt bleibt, ist eine vertane Chance. Wir fordern:

  • Alle geeigneten städtischen Dachflächen sollen für Photovoltaik-Anlagen genutzt oder begrünt werden.
  • Synergien mit Nachbarkommunen nutzen: Durch die Einstellung eines gemeinsamen Klimaschutzmanagers kann das bestehende Klimaschutzkonzept der Stadt mit Leben gefüllt werden – mit klaren Zielen und messbaren Fortschritten.
Energie sparen: Sanieren. Entsiegeln. Umdenken

Energie sparen: Sanieren. Entsiegeln. Umdenken

  • Energieeffizienz für städtische Gebäude: Alle städtischen Gebäude sollen schrittweise modernisiert werden – von der Dämmung bis zur Heizungstechnik. Hier muss die Wärmewende eingeleitet werden, um fossile Brennstoffe zu ersetzen und Kosten zu sparen.
  • Entsiegelungen: Jeder Quadratmeter versiegelter Boden heizt das Klima auf und beeinträchtigt den Artenschutz. Deshalb soll jeder noch so kleine Flecken begrünt werden – für ein kühles Stadtklima und den Schutz von Insekten. Gerade bei Schottergärten in Baugebieten muss besser über die Folgen aufgeklärt werden und pflegeleichte Alternativen aufgezeigt werden.
Natur- und Artenschutz: Frankenbergs grüne Lungen stärken

Natur- und Artenschutz: Frankenbergs grüne Lungen stärken

Bäche, Wiesen, Wälder – die Natur stellt Lebensraum und Klimaspeicher dar. Darum möchten wir Maßnahmen ergreifen, um die Natur in Frankenberg noch besser zu schützen.

Eine Naturschutzförderrichtlinie nach dem Vorbild an- derer Städte: Initiativen, die sich für Artenvielfalt ein- setzen, sollen finanzielle und ideelle Unterstützung erhalten.

  • Mehr Wildnis wagen: In Parks, an Straßenrändern und auf Brachflächen soll jeder Quadratmeter für Bienen, Vögel und ein naturnahes Frankenberg genutzt werden.

  • Nachhaltige Bewirtschaftung des Stadtwaldes: Der Wald wird als Klimaschützer Nr. 1 betrachtet. Deshalb setzen wir auf Aufforstung mit vorzugsweise heimi- schen Arten für einen klimastabilen Wald.

  • Lichtverschmutzung reduzieren – insbesondere am Parkdeck des Kreiskrankenhauses, wo künstliches Licht nachts Tiere stört und Energie verschwendet.

Lebenswerte Stadt – nachhaltig, vernetzt und zukunftsfähig

Unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen: Leerstände in der Innenstadt, marode Infrastruktur und eine Verkehrswende, die noch nicht überall angekommen ist. Gleichzeitig bieten wir einzigartige Chancen – als lebendiger Ort mit historischer Altstadt, grüner Umgebung und engagierten Menschen. Wir setzen uns für eine Stadtentwicklung ein, die ökologisch, sozial und wirtschaftlich zukunftsfähig ist. Mit klugen Investitionen machen wir Frankenberg zu einem Ort, an dem alle gerne leben, arbeiten und ankommen.

Innenstadt und Ortsteile stärken

Innenstadt und Ortsteile stärken

  • Der Ober- und Untermarkt sind das Herz unserer Stadt – doch sie bröckeln . Wir sehen eine Sanierung als wichtiges Projektder Stadtentwicklung in den kommenden fünf Jahren. Zurzeit wird geprüft, ob ein Nahwärmenetz für den Bereich in Frage kommt. Nach Abschluss der Prüfung muss ein Sanierungsplan entwickelt werden.
  • Das zweite wichtige Projekt ist der Bahnhof. Er soll nicht nur Verkehrsknotenpunkt, sondern auch kul- turelles Zentrum werden – mit Musikschule und Tourismusinfo als Anker. Diesen Plan unterstützen wir.
  • Gleichzeitig brauchen unsere Ortsteile mehr Aufmerksamkeit. Deshalb setzen wir uns für gleichwertige Lebensverhältnisse durch eine sichere Daseinsvorsorge ein. Auch die Versorgung der Ortsteile mit schnellem Internet und die Beseitigung von weißen Flecken soll so rasch wie möglich umgesetzt werden.
  • Interkommunale Zusammenarbeit soll gefördert werden, etwa beim gemeinsamen Gewerbegebiet Burgwald-Frankenberg, um Arbeitsplätze zu sichern. Aber auch bei andern Verwaltungstätigkeiten müssen wir überprüfen, wo man enger zusammenarbeiten kann.
  • Eine Belebung der Innenstadt mit kleinen Läden, Gastronomie und attraktiven Wohnformen gilt es dringend zu fördern, Leer- stand sollte möglichst vermieden werden.
  • Zukünftige Baugebiete sollten grüne Baugebiete sein, was be- deutet, dass neue Wohnviertel mit gemischter Nutzung (Woh- nen, Grünflächen, Erholung) geplant werden sollten.
Mobilität neu denken - klimafreundlich, sicher und für alle

Mobilität neu denken - klimafreundlich, sicher und für alle

Der Verkehr in Frankenberg muss endlich im 21. Jahrhundert ankommen. Unser Plan:

  • Radverkehr als Selbstverständlichkeit. Wir wollen das Rad- verkehrskonzept weiter umsetzen; neben der Anbindung aller Stadtteile setzen wir vor allem auch auf eine klare Beschilde- rung und die Einrichtung von Schutzstreifen an geeigneten Straßen.
  • -Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigte Bereiche machen Wohnviertel lebenswerter.
  • ÖPNV, der funktioniert: Unsere Stadtteile sind über das AST- Angebot gut erreichbar. Das Stadtbussystem mit Anrufsam- meltaxi Angebot muss auf folgende Punkte überprüft werden: Anzahl der Haltepunkte, barrierearme Fahrzeuge, kürzere Vor- laufzeit bei Buchung von Fahrten und Möglichkeit Ticket und Fahrt auch digital zu buchen. Carsharing-Angebote begrüßen wir.
  • Ladeinfrastruktur für alle: Ladesäulen an Laternen in den Ortsteilen – besonders vor den Dorfgemeinschaftshäusern.
  • Sanierung der Straßen: Wir haben in Frankenberg die Stra- ßenbeiträge abgeschafft, aber kein Konzept entwickelt, wie wir die Sanierung der Straßen aus dem laufenden Haushalt finanzieren wollen. Damit es nicht zu einem Sanierungsstau kommt, brauchen wir hier dringend ein klares Vorgehen.
Tourismus- Potentiale heben, Zukunft gestalten

Tourismus- Potentiale heben, Zukunft gestalten

Frankenberg hat viel zu bieten. Wir werben aktiv für unsere Schätze – mit einem Fußgängerleitsystem für Touristen und einer Marketingstrategie, die auch die Ortsteile einbezieht. Hierfür sollten wir die Fördermöglichkeiten der Region Burg- wald-Ederbergland nutzen, die bereits unseren Stadtwander- weg entwickelt haben.

Gemeinsam für ein solidarisches Frankenberg

Frankenberg soll ein Ort sein, an dem alle Menschen – egal ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderung, ob neu zugewandert oder seit Generationen hier verwurzelt – ein gutes Leben führen können. Sozialer Zusammenhalt ist das Fundament unserer Stadt. Doch viele Menschen spüren: Die Lebenshaltungskosten steigen, bezahlbarer Wohnraum wird knapp, und Familien kämpfen mit der Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit.

Bezahlbarer Wohnraum für alle

Bezahlbarer Wohnraum für alle

  • Wohnen ist ein Grundbedürfnis, doch in Frankenberg wird es für viele immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wir setzen uns für den Bau von sozialem Wohnraum ein, der den Bedürfnissen aller Generationen gerecht wird. Besonders ältere und alleinstehende Menschen brauchen barrierefreie Wohnungen, die ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Beispielhaft ist hier das Projekt des Landkreises mit der Baugenossenschaft Bad Arolsen.
  • Ein oft unterschätzter, aber wichtiger Aspekt ist die Verfügbarkeit sauberer und sicherer öffentlicher Toiletten. Wir setzen uns für eine „Nette Toilette“ ein – ein Konzept, bei dem lokale Geschäfte und Gaststätten ihre Toiletten für die Öffentlichkeit zugänglich machen, um die Lebensqualität in der Innenstadt zu erhöhen. Eine lebenswerte Stadt beginnt bei den kleinen Dingen.
Familien entlasten – Kinder und Jugendliche stärken

Familien entlasten – Kinder und Jugendliche stärken

  • Kinder sind unsere Zukunft, doch viele Eltern kämpfen mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wir setzen uns für eine flächendeckende Nachmittagsbetreuung in Kitas und Grundschulen ein – damit Eltern flexibler planen können und Kinder gut betreut sind. Gleichzeitig braucht es gesundes Essen in Kitas, denn gute Ernährung ist die Basis für konzentriertes Lernen und Wohlbefinden. Zudem müssen die Gebäude der Kitas nach und nach auf einen modernen Stand gebracht werden, um eine sichere, zeitgemäße und inklusive Lernumgebung zu gewährleisten.
  • Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich ausprobieren können. Deshalb wollen wir das Jugendhaus modernisieren und prüfen die Einrichtung eines inklusiven Spielplatzes. Zudem wollen wir Jugendliche stärker einbinden – etwa mit eigenen Programmpunkten bei Stadtfesten oder einem „School’s Out for Summer“-Livetreff vor den Ferien.
Altwerden in Frankenberg

Altwerden in Frankenberg

Der demografische Wandel wird immer deutlicher spürbar. Die sogenannten „Babyboomer“ gehen sukzessive in den Ruhe- stand. Wir Grüne sehen darin ein großes Potenzial für bürgerschaftliches Engagement und wollen für diese neuen und auch die „alten“ Seniorinnen und Senioren Möglichkeiten und Unterstützung bieten, wenn sie sich engagieren wollen, und dafür die notwendigen Strukturen schaffen. Auch im Alter sollen die Menschen in unserer Stadt selbstbestimmt leben und am ge- sellschaftlichen Leben teilhaben können. Voraussetzung für den Erhalt der sozialen Teilhabe ist eine umfassende Gesund- heitsförderung und Prävention.

Das Leben im hohen Alter ist zunehmend von Einschränkungen bedroht. Die dann erforderlichen Unterstützungsleistun- gen sollten soweit als möglich ambulant erfolgen. Senioren- beratung ist eine kommunale Pflichtaufgabe und sollte als erste, niedrigschwellige Anlaufstelle bei Unterstützungsbedarf etwa im Pflegefall, aber auch bei psychischen Erkrankungen erweitert werden. Auch sollten Vorkehrungen im Hinblick auf die absehbaren Engpässe bei Pflegekräften getroffen werden.

Gesundheit für alle – Versorgung sichern, Pflege stärken

Gesundheit für alle – Versorgung sichern, Pflege stärken

Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen steht unter Druck. Wir begrüßen die geplante Fusion der Krankenhäuser Frankenberg und Korbach, da sie die medizinische Versorgung an beiden Standorten langfristig sichert. Wir brauchen eine gute Versorgung mit Haus- und Fachärzten und sollten hier eng mit dem Landkreis zusammenarbeiten. Gleichzeitig wollen wir prüfen ob das Konzept der Gemeindepfleger auch in Frankenberg gelingen kann.

Zusammenhalt leben – Ehrenamt fördern, Kultur gestalten

Zusammenhalt leben – Ehrenamt fördern, Kultur gestalten

  • Frankenbergs Stärke liegt in seinen Menschen: in den Vereinen, Initiativen und Freiwilligen, die unser kulturelles Leben tragen. Dieses Engagement wollen wir sichtbarer machen und stärken. Mit einem Ehrenamtskonzept und Engagement-Lotsen unterstützen wir Vereine bei der Gewinnung neuer Mitglieder.
  • Ein jährlicher „Markt der Möglichkeiten“ zeigt, wie vielfältig unser Miteinander in den Vereinen ist. Wir unterstützen daher auch den Umzug der Musikschule in den Bahnhof und die Modernisierung der Sportstätten an der Eder.
  • Kultur muss für alle zugänglich sein. Deshalb setzen wir uns für eine barrierefreie Stadtbücherei ein und fördern die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen – etwa durch gemeinsame Projektwochen.
Integration zugewanderter Menschen fördern

Integration zugewanderter Menschen fördern

Wir wollen mit der Integrationskommission neue Ideen für ein vielfältiges Zusammenleben entwickeln. Integration ist eine der zentralen Herausforderungen für unsere Gesellschaft ins- gesamt. Viele Menschen machen sich Sorgen wie Zuwande- rung und Integration funktionieren können. Wir Grünen stehen dabei für eine offene und liberale Gesellschaft, die den Kern unserer Demokratie bildet. Das fordert von uns Verantwortung und Offenheit und von den Zugewanderten die Identifikation mit unseren Werten und Gesetzen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass für eine erfolgreiche Integration intensiv Konzepte entwickelt und umgesetzt werden.